Herzlich Willkommen

Wir starten bei einigen Grundbegriffen und Grundlagen, danach arbeiten wir uns weiter zur Praxis vor.

Lochkamera – Camera obscura

Die erste als Kamera zu bezeichnende Konstruktion wurde bereits durch Aristoteles  im 4.Jahrhundert vor Christi beschrieben: ein Raum mit einem Loch in der Wand bewirkt ein auf dem Kopf stehendes Bild, wenn das reflektierte Licht eines Motives durch ein Loch auf eine Abbildungsebene trifft.  Auch Leonardo da Vinci beschrieb den gleichen Strahlengang im menschlichen Auge. Entgegen der allgemeinen Meinung gilt diese “Kamera” nicht als Camera Obscura, sondern als Lochkamera. Durch ein Loch wird das reflektierte Licht eines Motives gebrochen und auf der gegenüberliegenden Seite spiegelverkehrt abgebildet. Das Loch fungiert hierbei als Blende. Hierzu war es jedoch notwendig, dass der Raum, in dem das Bild abgebildet wird, sehr dunkel ist; das Bild war relativ unscharf, je größer das Loch war.

 

Lochkamera
(Bildquelle: wikipedia commons)

 

Maler nutzten diese Form der Darstellung Ihres gewünschten Motives, um Gemälde zu erstellen. Wie die Maler jedoch in fast völliger Dunkelheit ein Bild malen konnten, bleibt mir verschlossen. Ein weisses Papier auf der Abbildungsebene, dass dazu noch sehr groß war, gute lichtempfindliche Augen und viel Zeit zum Malen. Vergessen wir hierbei nicht, dass das abgebildete Motiv nicht nur in der horizontalen, sondern auch in der vertikalen spiegelverkehrt ist.

Erst mit der Entwicklung erster Linsen und der Integration in das bisherige Loch waren Konstruktionen möglich, die eine Lochkamera in eine Camera Obscura verwandelten bzw. tragbar machten. Ein gigantischer Sprung in der Evolution der Kamera. Erstmals waren tragbare Kameras möglich. Johann Wolfgang von Goethe nutzte diese Form der Kamera auf seinen Reisen.

Wie funktioniert diese abgewandelte Lochkamera:

 

Camera Obscura
(Bildquelle: wikipedia commons)

 

Das reflektierte Licht des Motives fiel durch das “Objektiv” (Linse) auf eine Spiegelebene und wurde auf eine Milchglasscheibe geworfen. Hier legten die Maler ihr Zeichenpapier auf und zeichneten das Motiv ab. Der bekannteste Maler war Canaletto mit seinen Werken über Dresden und Warschau.

Joseph Nicéphore Nièpce erzeugte wohl 1826 die erste Fotografie der Geschichte mit dem sog. Heliografie-Verfahren: La cour du domaine du Gras

Die Konstruktion der Camera Obscura ist heute noch Grundlage aller Spiegelreflex-Kameras.

Bekannte begehbare Camerae obscurae

 

 

Deutschland:

(Quelle: Wikipedia)

%d Bloggern gefällt das: